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Das FireGirl hat seinen Vertrag beim Aiblinger Basketball-Bundesligateam verlängert.

Sie war in der vergangenen Saison der Fels in der Brandung der FireGirls. Immer dann, wenn es hektisch wurde, gab Jessica Höötmann dem Spiel der Aiblinger Basketballerinnen mit ihrer Ruhe und Übersicht wieder die entscheidenden Impulse in Richtung Sieg. Keine Frage, dass das Bundesliga-Team aus der Kurstadt nun happy ist, dass sich Jessica dazu entschlossen hat, mindestens noch ein Jahr dranzuhängen und in der Bundesliga so richtig Gas zu geben.

Für ein Nordlicht ist es nicht gerade selbstverständlich, dass man sich in Bayern rundum wohlfühlt. Zu groß ist oft der Kulturschock, die Diskrepanz zwischen „Moin, Moin" und „Griaß di". Bei Jessica Höötman war das anders. Die Basketballerin aus Osnabrück fand schnell Zugang zum bayerischen Lebensstil, natürlich auch dank der freundlichen Aufnahme und Mithilfe der restlichen FireGirls. Deshlab fiel es ihr auch nicht sonderlich schwer, für eine weitere Saison „Ja" zu den Aiblinger Korbjägerinnen zu sagen. „Ich habe mich in der letzten Saison wirklich unglaublich wohl in Bad Aibling gefühlt", sagt sie noch einmal. „Meine Teammates, das familiäre Umfeld und natürlich die Möglichkeit mit dem Team, mit dem wir den Aufstieg geschafft haben, in der 1.Liga zu spielen, haben mich dazu bewogen für eine weitere Saison in Bad Aibling zu unterschreiben."

Für ihre Vertragsverlängerung gab es noch weitere Gründe. Zum Beispiel auch die Entscheidung von Headcoach Oliver Schmid, die Mädels auch durch die 1. Bundesliga zu führen. Jessica: „Ich freu mich sehr für ihn und uns, dass er sich nach der erfolgreichen letzten Saison dazu entschieden hat das Abenteuer 1.Liga mit uns anzugehen. Vor allem seine ruhige bodenständige Art und Erfahrung kann uns in entscheidenden Spielen sehr weiterhelfen."

Für die kommende Saison setzt die erklärte Teamplayerin aus dem hohen Norden dann auch auf die typischen Aiblinger Stärken: „Ich denke das Wichtigste gleich zu Beginn ist, dass wir uns als Team finden! Das ist eine wichtige Grundvoraussetzung und hat uns auch letzte Saison so stark werden lassen." Funktioniert dies, dann klappt es ihrer Meinung nach auch mit dem Minimalziel der FireGirls: „Sportlich steht natürlich der Klassenerhalt ganz oben."

Damit das klappt, wünscht sich die lange Spielerin einen funktionierenden Mix aus alten Spielerinnen und neuen Impulsen. „Wir waren letzte Saison sehr erfolgreich und ich denke, dass wir mit punktuellen Verstärkungen eine schlagkräftige Truppe zusammenbauen können. Ein gesundes Grundgerüst aus der letzten Saison ist eine solide Basis und kann es auch den Neuen einfacher machen, sich einzufinden."

Bevor allerdings der Spielbetrieb in Bad Aibling wieder los geht, widmet sich Jessica Höötmann ihrem Psychologie-Studium. „Nachdem ich direkt nach der Saison bis jetzt viel gereist bin, werde ich mich jetzt wieder verstärkt auf mein Studium konzentrieren und viel zwischen Osnabrück und Hamburg pendeln." So eine Prise Heimat braucht sie dann doch: „Den Sommer über wohne ich immer bei meiner Familie in Osnabrück und pendle nach Hamburg zu meinem Freund."

Auch was sie nach der kommenden Saison machen will, weiß die 30-Jährige schon jetzt: „Mein Studium neigt sich dem Ende zu. Ich werde im Wintersemester meine Masterarbeit beginnen und habe vor, danach die Welt noch ein wenig mehr zu bereisen und zu entdecken." Es sei denn, der Reiz, mit den FireGirls noch weiter Geschichte zu schreiben, ist am Ende der nächsten Spielzeit dann doch zu groß ...

Erika Thimel

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